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Selbstgekochtes Hundefutter gilt für viele als goldener Mittelweg zwischen Fertigfutter und BARF. Die Zutaten sind bekannt, das Fleisch wird gegart, und die Akzeptanz ist meist sehr hoch. Besonders bei Allergien oder chronischen Erkrankungen kann diese Fütterungsform sinnvoll sein – vorausgesetzt, sie ist richtig aufgebaut.

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass „frisch gekocht“ automatisch „vollwertig“ bedeutet. Tatsächlich fehlen in vielen selbstgekochten Rationen essenzielle Mineralstoffe und Vitamine. Fleisch, Reis und Gemüse liefern Energie und Eiweiß, aber kaum Calcium, Jod oder Spurenelemente. Ohne gezielte Ergänzung entstehen schleichend Mangelerscheinungen.

Ein weiterer Aspekt ist die Konstanz. Selbstgekochtes Futter sollte nicht täglich stark variieren, da der Hund auf eine stabile Nährstoffzufuhr angewiesen ist. Auch Portionsgrößen müssen genau berechnet werden, um Übergewicht zu vermeiden.

Besonders geeignet ist selbstgekochtes Futter für:

  • Hunde mit Futtermittelallergien

  • Tiere mit speziellen medizinischen Anforderungen

  • Halter mit Zeit, Wissen und Bereitschaft zur Planung

Ungeeignet ist es für spontane „Gelegenheitsküche“ ohne Nährstoffausgleich.

Fazit: Selbstgekochtes Hundefutter ist eine hochwertige Option – aber nur mit klarer Rezeptur, Mineralstoffausgleich und fachlicher Begleitung.