Der Markt für Spezialfutter wächst rasant. Begriffe wie „grain-free“, „sensitiv“ oder „Monoprotein“ suggerieren gesundheitliche Vorteile – sind aber oft missverständlich.
Getreidefreies Futter ist medizinisch nur in wenigen Fällen notwendig, da echte Getreideallergien selten sind. Häufig reagieren Hunde eher auf bestimmte tierische Proteine. Zudem wird Getreide in vielen Rezepturen durch Hülsenfrüchte ersetzt, was ernährungsphysiologisch nicht automatisch besser ist.
Monoprotein-Futter kann bei Verdacht auf Futtermittelallergien sinnvoll sein, sofern wirklich nur eine tierische Proteinquelle enthalten ist. Für eine echte Ausschlussdiät sollte die Fütterung jedoch tierärztlich begleitet werden.
Der Begriff „sensitiv“ ist rechtlich nicht geschützt und sagt wenig über die tatsächliche Zusammensetzung aus. Hier hilft nur ein genauer Blick auf die Zutatenliste.
Fazit: Spezialfutter ist kein Lifestyle-Produkt, sondern sollte gezielt und begründet eingesetzt werden.