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Fertigfutter ist nach wie vor die am häufigsten genutzte Form der Hundeernährung. Trockenfutter, Nassfutter und halbfeuchte Varianten gelten als praktisch, sicher und – bei richtiger Auswahl – als vollwertig. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Zusammensetzung, Handhabung und Eignung für verschiedene Hunde.

Trockenfutter besteht aus stark wasserreduzierten Kroketten und zeichnet sich durch lange Haltbarkeit sowie einfache Lagerung aus. Es eignet sich besonders für Halter, die Wert auf klare Fütterungsroutinen legen. Wichtig ist jedoch der Blick auf die Energiedichte: Trockenfutter enthält wenig Feuchtigkeit, dafür oft viele Kalorien. Übergewicht entsteht hier häufig schleichend durch zu große Portionen oder zusätzliche Snacks. Eine exakte Abwiegung ist deshalb sinnvoll. Entgegen gängiger Mythen reinigt Trockenfutter die Zähne nur sehr begrenzt – Zahnpflege bleibt weiterhin notwendig.

Nassfutter enthält deutlich mehr Wasser, ist besonders schmackhaft und kann die Flüssigkeitsaufnahme unterstützen. Das ist vor allem bei Hunden von Vorteil, die wenig trinken oder zu Harnproblemen neigen. Aufgrund des hohen Feuchtegehalts ist Nassfutter meist weniger energiereich, was es auch für übergewichtige Hunde interessant macht. Nachteil: geöffnete Dosen müssen gekühlt und schnell verbraucht werden, was eine gute Hygiene erfordert.

Halbfeuchtes Futter liegt geschmacklich oft zwischen Trocken- und Nassfutter. Es wird gern als Trainingsfutter eingesetzt, ist aber meist energiereich und sollte bewusst dosiert werden.

Unabhängig von der Form gilt: Auf der Verpackung sollte klar „Alleinfuttermittel“ stehen. Nur dann ist gewährleistet, dass das Futter alle notwendigen Nährstoffe enthält. Begriffe wie „Premium“, „natürlich“ oder „traditionell hergestellt“ sind marketinggetrieben und sagen nichts über die ernährungsphysiologische Qualität aus.

Fazit: Fertigfutter ist eine sichere und bewährte Basis – vorausgesetzt, Portionsgröße, Lebensphase und individueller Bedarf des Hundes werden berücksichtigt.